Briefe über die Vaterlandsliebe

----------












Kapitel 1 des Buches: Briefe über die Vaterlandsliebe

1. Brief des Anapistemon

Berührt von der freundlichen Aufnahme, die ich auf Ihrem Landsitze fand, drängt es mich, Ihnen meinen Dank dafür auszudrücken. In Ihrer Gesellschaft fand ich die größten Güter, die Menschen zuteil werden können: Freundschaft und Freiheit. Aus Furcht, Ihre Güte zu mißbrauchen, verließ ich Sie mit tiefem Bedauern. Die Erinnerung an die glücklichen Tage, die ich bei Ihnen verbrachte, wird mir unauslöschlich bleiben. Das Gute, das uns begegnet, geht vorüber, aber das Üble hält an. Jedoch die Erinnerung an das genossene Glück verlängert seine Dauer.

Aus einem heraufziehenden Gewitter leuchtet der entsetzten Germania, die auf einem Felsen thront, wie in Flammenschrift die Zahl des Unglücksjahres 1806 entgegen, zu dem die von dem König aufs schärfste gegeißelte nachlässige Erziehung der Jugend beiderlei Geschlechtes führt.


Akzeptieren

Diese Website benutzt Google Analytics um seinen Nutzen zu messen. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass Cookies gesetzt werden. Mehr erfahren