Bürgerziel

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Kapitel 1 des Buches: Bürgerziel

Bürgerziel

Ein Schweizerspiegel aus der Bundesstadt

 

Roman

von

Carl Albrecht Bernoulli

 


 

1922
Verlag von Huber & Co. in Frauenfeld

 


 

›Burgernziel‹ hieß im alten Bern die Grenzlinie des Stadtbannes, über die hinaus regierende Geschlechter sich nicht ansiedeln durften, – heute nennt sich noch ein Pünktchen im Stadtplan so. Aber dem Staatsanwalt Bernhard Ysenschmied schälte sich eines Tages aus der abgeschliffenen Ortsbezeichnung der altmodische Name in anschaulichem Sinne heraus und rückte mit leuchtender Figürlichkeit in die himmlische Stellung eines Sternbildes empor. Er äußerte sich gelegentlich in seiner verhaltenen, unauffälligen Art: so geistvoll und gemütlich es sich früher habe leben lassen, er sei froh, keiner seiner Vorfahren gewesen zu sein. Denn weit besser als schon sie es wissen konnten, offenbare sich heutzutage, was für Kräfte und Gaben ein Volk erhöhen.

Fünf Tage aus dem Leben dieses selbständigen und ehrenwerten Mannes, eingewoben in das öffentliche Treiben der letzten Jahre, werden an uns vorüberziehen.

 


 


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